Verhaltenstherapie von 
Kannibalismus und Automutilation bei Hühnern

 

Federpicken, Kannibalismus und Selbstverletzung stellen komplexe und leider weit verbreitete Verhaltensstörungen in Hühnerbeständen dar, die das Tierwohl erheblich beeinträchtigen. Diese Probleme resultieren aus einem multifaktoriellen Zusammenspiel von Umwelt-, Ernährungs-, Genetik- und Sozialfaktoren und sind oft als fehlgeleitete, ursprünglich natürliche Verhaltensweisen zu verstehen.

 

 

Inhalt

Normales Picken vs. schädigendes Picken

Verlauf

Ursachen und Risikofaktoren

Vorbeugung und Therapie

 

Normales Picken vs. schädigendes Picken

Hühner zeigen von Natur aus ein breites Spektrum an Pickverhalten, das für ihre Erkundung der Umwelt und soziale Interaktionen unerlässlich ist. Über den Schnabel ertasten, riechen und schmecken sie ihre Umwelt. Ein sanftes Zupfen an den Federn anderer Hühner ist ein völlig normales Verhalten, das in der Regel keine negativen Folgen für das Gefieder hat und Teil der natürlichen sozialen Interaktion und Erkundung ist. Schon in der (artgerechten) Aufzucht hält die Glucke ihren Küken den Kopf hin, lässt sich von ihnen spielerisch bepicken und legt ihnen interessante Kleinteile aus der Umgebung vor, um den Erkundungsdrang der Kleinen zu befriedigen. Auch erste Anzeichen von Federpicken seitens der Küken werden durch die Glucke umgelenkt. Federpicken ist nicht als Zickerei, Rangordungsverhalten oder Dominanz zu verstehen, sondern als das Symptom einer Stressspitze, für die das Huhn bislang keine verträglichere Bewältigungsstrategie erlernen konnte.


Innerhalb des schädigenden Pickens lassen sich verschiedene Formen unterscheiden:

  • Sanftes Federpicken: Diese Form des Federpickens ist oft explorativer Natur und verursacht typischerweise nur selten Schäden am Gefieder. Es kann sich allerdings als Stereotypie etablieren.
  • Schweres Federpicken: Hierbei werden Teile von Federn abgepickt oder ganze Federn ausgerissen. Dies führt zu sichtbaren Gefiederschäden, kahlen Stellen und Hautverletzungen. Es stellt ein erhebliches Tierwohlproblem dar und intensiviert sich häufig zum Kannibalismus.
  • Wundpicken / Kannibalismus: Dies ist die schwerste Eskalationsstufe, bei der das Picken auf Hautwunden, Zehen oder sogar innere Organe (z.B. ausgestülpte Kloake) abzielt. Dies kann zu massiven Verletzungen und häufig zum Tod führen. 
  • Selbstverletzung (Automutilation): Dieser Begriff bezieht sich auf Verhaltensweisen, bei denen ein Tier sich selbst Schaden zufügt. Selbstverletzung ist bei Hühnern im Gegensatz zu anderen Vogelarten selten, in erster Linie sind störender Parasitenbefall, starke Schmerzen oder ein hohes Energielevel bei gleichzeitig beschränkter Bewegungsmöglichkeit ursächlich. Auch kann eine Fehldeutung von Gluckigkeit oder einer starken Mauser vorliegen. Vereinzelt wurde in diesem Zusammenhang auch schon von Hühnern mit Sozialen Ängsten berichtet.

Verlauf

Das Federpicken beginnt oft subtil mit geringfügigen Unregelmäßigkeiten im Gefieder, wie schief sitzenden Federn oder fehlenden Federteilen. Es ist wichtig, diese frühen Anzeichen von der natürlichen Mauser zu unterscheiden. Bei der Mauser sind lediglich schiefe, gelockerte Federn und blutleere, hohle Federkiele zu beobachten, während beim Federpicken deutliche Beschädigungen wie geknickte, blutende oder fehlende Federteile auftreten. Werden die Gründe für das Federpicken nun nicht behoben, kann es sich rasch intensivieren. Dies führt zu erheblichen Gefiederschäden, ausgedehnten kahlen Stellen und schließlich zu offenen Wunden und Blutungen. Das Vorhandensein von Blut oder jeglicher roter Farbe wirkt als starker visueller Reiz und löst bei anderen Hühnern zusätzliche Faszination und Neugier aus. Dies kann dazu führen, dass die gesamte Gruppe beginnt, an der verletzten Stelle zu picken, was innerhalb weniger Stunden zu massiven Verletzungen führen kann. Neben Blutverlust, Entzündungen, Nekrosen und der Schädigung von Organen treten oft auch noch Fliegenlarven in nässende Wunden ein, was in der Regel zeitnah zum Tode des befallenen Huhnes führt. Die Opfer verfallen häufig in eine erlernte Hilfslosigkeit und lassen das Picken der Anderen wehrlos über sich ergehen.

Ursachen und Risikofaktoren

Federpicken ist ein typisches Problem in der Geflügelindustrie, Untersuchungen zufolge sind in reizarmen Haltungsumgebungen über 80% der Hühner auf individuelle Weise an übersteigerten Pickaktionen beteiligt. Da Hühner Verhalten nachahmen und insbesondere auf rote Farbe (Blut) reagieren, sollten die verursachenden Hühner schnellstens von der Gruppe isoliert und die Mängel behoben werden, um den "Ansteckungseffekt" zu verhindern. Besonders ansteckend wirkt solches Verhalten auf Küken in Aufzuchtbetrieben und nimmt dann einen chronischen Verlauf.


Es handelt sich um multifaktorielle Verhaltensstörungen. Zumeist liegt ihnen eine Frustration natürlicher Verhaltensbedürfnisse zugrunde. Folgende Auslöser sind bekannt:


Aufzuchtmängel: Wie eingangs schon erwähnt, leben Küken ihren Erkundungsdrang mithilfe der geduldigen Glucke aus. Hühner aus der Tierindustrie wachsen ohne Glucke auf und können notwendige Erfahrungen nicht sammeln. In Hobbyhaltung fällt manchmal auf, dass industriell aufgezogene Legehybriden im Rahmen der sozialen Interaktion teilweise völlig ungehemmt in die Gesichter anderer Hühner picken und auch anderweitig keine sozialen Grenzen und Hemmungen erfahren haben.  Nach dem Schlüpfen wächst und entwickelt sich das Gehirn bis zur 10. Woche, der Synapsenaufbau findet hauptsächlich in den ersten drei Wochen statt. Wird in dieser Zeit nicht mit umfassender Umweltanreicherung gearbeitet, treten später leichter Verhaltensstörungen auf. 

Eine hohe Lichtintensität erhöht signifikant das Auftreten und den Schweregrad von Federpicken. Hühner, die sich in der Nähe von hellen Lichtquellen aufhalten, sind aktiver, ggf. gestresster und zeigen eine höhere Neigung zum Federpicken als Tiere in dunkleren Bereichen. Ungleichmäßige Beleuchtung, wie direkte Sonneneinstrahlung oder punktuell beleuchtete Stellen, kann Pickverhalten auslösen. Weißes Licht ist mit der höchsten Frequenz von schwerem Federpicken verbunden, während rotes und blau-grünes Licht zu einer geringeren Frequenz von schwerem Federpicken führen. Insbesondere Rotes Licht wird in Betrieben eingesetzt, es verhindert das Sehen von Details und damit auch blutenden Wunden. Zu berücksichtigen ist, dass rotes Licht von Hühnern als deutlich heller wahrgenommen wird, als von Menschen. Auch die Lichtfrequenz nehmen Hühner anders wahr als Menschen: was für uns ein "gleichmäßiges Dauerlicht" darstellt, kann auf Hühner wie ein Stroboskopeffekt wirken. 

Glanz und Glitzern wirken auf Hühner anziehend. Neue Federkiele in der Mauser glänzen und reflektieren dadurch Licht.

Hohe Temperaturen oder warme, stickige Ställe begünstigen Federpicken. Freiland-gewöhnte, befiederte Hühner tolerieren Temperaturen bis deutlich in die Minusgrade, hier sollte der Stall nicht zusätzlich geheizt werden, um Temperaturgefälle zu vermeiden. 

Eine unzureichende Belüftung, die zu hohen Ammoniak- und Staubgehalten in der Stallluft führt, kann die Nervosität der Tiere erhöhen. Auch eine hohe Luftfeuchtigkeit steigert das Stresslevel. "Sauna"-Effekte, beispielsweise durch das gutgemeinte Bewässern des Gehegebodens bei Hitze, sind dringend zu vermeiden.

Besatzdichte:  Begrenzter Platz durch hohe Besatzdichten verstärken den Wettbewerb um Ressourcen wie Futter, Wasser und Nistplätze, was zu Stress, Aggression und Federpicken führt.

Nestmanagement: Beim Legen darf die (rötliche) Kloake nicht für andere Hühner erreichbar sein. Sichtschutz zwischen den Legenestern und eine ausreichende Anzahl an Nestern sind deshalb dringend zu empfehlen.


Unzureichender Proteingehalt (insbesondere unter 13 % Rohprotein für Legehennen) oder ein Ungleichgewicht an Aminosäuren (insb. Mangel an Lysin und Tryptophan) erhöhen die Neigung zum Picken. Ehemalige Hennen aus der Tierindustrie sind eine übermäßig hohe Proteinzufuhr (über 16%) gewöhnt und können daher besonders schnell Mangelerscheinungen aufweisen. Federn bestehen fast ausschließlich aus (unverdaulichen) Proteinen, weshalb das Federpicken ein Symptom für den Mehrbedarf an Protein als auch Ballaststoffen darstellen kann.

Unzureichende Ballaststoffe in der Ernährung fördern bei Hühnern nachweislich den Appetit. Bei einem Mangel an Ballaststoffen leidet ebenfalls das Darmmikrobiom. Ein stabiles Darmmikrobiom ist u.a. wesentlich für die Verstoffwechselung von Serotonin, welches sich wiederum auf den psychischen Zustand des Huhnes auswirkt.
 

Mineralien: Insbesondere Defizite an Natrium und Phosphor wurden mit Kannibalismus in Verbindung gebracht. 


Vitamine: Mangel an bestimmten Vitaminen kann die Federqualität oder -entwicklung beeinträchtigen. Ein Vitamin D-Mangel (mangelndes UVB-Licht) wird bei Mensch und Tier als möglicherweise depressionsauslösend diskutiert, da ein Mangel häufig bei Menschen mit schweren Depressionen auffällt.


Futterstruktur: Futter in Pelletform verursacht eher Probleme mit Federpicken als Futter in Mehlform, da für Mehl deutlich längere Futteraufnahmezeiten notwendig sind. Legemehl dient in Großbetrieben der Beschäftigung. Nach eigener Erfahrung zehren Legehybriden, die nur mit Legemehl in artgerechter Freilandhaltung leben, jedoch übermäßig aus. Für die Hobbyhaltung bietet sich deshalb eher Pelletfutter  (+ Zusatzkalorien und Calcium) bei Legehybriden an, da sie zuchtbedingt einen unzureichenden Appetit in Hinblick auf die hohe Legeleistung vorweisen.

Stress durch Langeweile: Umgebungen, die nicht genügend Stimuli oder Möglichkeiten für natürliche Verhaltensweisen bieten, tragen signifikant zur Entwicklung von Federpicken bei. Dauerhafte Reizarmut und unzureichende Stimuli im Kükenalter führen zum Abbau von Nervenzellen und erhöhen das Stresslevel. Diese Hühner werden sich im späteren Leben schlechter auf Veränderungen einstellen können, was dann wiederum zu Unsicherheit und Stress führt.

Natürliches Appetenzverhalten (Futtersuch-Drang): Das natürliche Verhalten von Hühnern beinhaltet, einen Großteil des Tages mit Futtersuche und Scharren zu verbringen. Wenn dieses natürliche Futtersuchverhalten nicht befriedigt wird, kann das Picken aus Frust auf Artgenossen umgeleitet werden. Auch für hochgezüchtete Hühner macht es noch einen bedeutenden Unterschied, sich ihre Nahrung auf dem Boden zu suchen, anstatt aus einem Futtertrog zu fressen und zu trinken. Hühner aus der Tierindustrie ziehen bereits nach wenigen Tagen der Eingewöhnung die selbstständige Futtersuche im Gartenfreilauf dem „einfachen“ Futter aus dem Trog vor.

Soziales Lernen und Nachahmung: Federpicken ist ein Verhalten, das gelernt werden und sich schnell in einem Bestand verbreiten kann.

Stereotypien wirken beruhigend auf das ausübende Tier. Es wirkt sich fördernd auf den Dopaminhaushalt aus und führt nach längerer Ausübung zur Sucht. (mehr dazu unter Vorbeugung & Therapie > Stereotype Federpicker)


Parasiten: Ein starker Wurmbefall kann Tiere aus dem Gleichgewicht bringen, wodurch sie beginnen, einander zu picken. Vogelmilben und diverse andere Ektoparasiten verursachen Unbehagen und Schmerzen, was zu Federpicken führen kann. Insbesondere bei der roten Vogelmilbe ist die Last in der Nacht am höchsten, was das Ruheverhalten der Hühner erheblich stört.

Verletzungen: Jede bestehende Verletzung, insbesondere wenn sie blutet, zieht sofort Picken an.

Krankheiten, die mit Schmerzen und mangelnder Mobilität oder seltsamen Verhaltensweisen (zB. Taumelndes Laufen, Kopfschütteln...) einhergehen, bringen ein Huhn schnell in die Opferrolle. Auch Knochenabbau und Brüche (insb. bei Viel-Legern wie Hybriden) sind häufige Auslöser für Schmerzen. Eine Studie (Sandilands 2011) zeigte, dass Geflügel aus der Tierindustrie mindestens einmal im Leben einen Knochenbruch erleiden, unabhängig von der Haltungsform. Eine hohe Aktivität bzw. Belastung des Immunsystems wird immer wieder als einer der Hauptauslöser für Federpicken vermutet.

Genetische Prädisposition: Eine genetische Veranlagung zur Hyperaktivität wurde in Studien mit Federpicken in Verbindung gebracht. Da Hühner der Tierindustrie üblicherweise im sehr jungen Alter geschlachtet werden, wird in der Zucht wenig Wert auf Charaktermerkmale gelegt, was Fehlverhalten in ganzen Zuchtlinien verfestigen kann. In einer Studie der TU München in 2008 wurde man auf Zuchtlinien-bedingte "latente Depressionen", ausgelöst durch die Gene DRD4 und DEAF1, aufmerksam. Eine besonders starke Neigung zu Kannibalismus wurde auch in der Zuchtlinie "Lohmann Brown" (braune Legehybride) festgestellt (Lange 2000). Auch in Studien an Masthühnern wurden erhöhte Aggressionen, u.a. rückführbar auf gestörtes Sexualverhalten und damit verbundene Traumata, nachgewiesen. Genetische Auslöser (SORCS2) werden derzeit erforscht, züchterische Auswirkungen (Schwerpunkt auf Leistung statt Charaktermerkmale) sind erkennbar.

Vorbeugung und Therapie

Gedimmtes Licht im Stall und vergleichbar beengten Bereichen einsetzen. Dies funktioniert, indem die Hühner weniger Details sehen und insgesamt weniger aktiv sind. Es ist jedoch zu beachten, dass eine sehr geringe Lichtstärke die Hühner schreckhafter machen kann, sie erkennen sich dann auch gegenseitig schlechter. Aufgrund der stark abweichenden Empfehlungen in Untersuchungen sollten Hobbyhalter sich selbst an eine passende Lichtstärke herantasten, allgemeine Empfehlungen können nicht gegeben werden. Auf eine Frequenz von mehr als 160 Hz, besser >2000 Hz (für Menschen unsichtbares Licht-Flackern) ist bei den Leuchtmitteln zu achten. Die Verwendung von gedimmtem roten Licht kann schweres Federpicken und Kannibalismus effektiv lindern. Rotes Licht bietet die Vorteile einer reduzierten Pickmotivation ohne die gleichen negativen Stressimplikationen einer allgemeinen Abdunkelung, da es von Hühnern heller als von Menschen wahrgenommen wird. In allen Fällen ist nur die notfallmäßige, kurzweilige Anwendung zu empfehlen, da durch Kunstlicht die Sehkraft geschädigt werden kann. Nachts sollte der Hühnerstall unbeleuchtet sein, tagsüber sollten sich die Hühner in schattige Bereiche zurückziehen können.

Ungefiltertes Tageslicht ist für diverse Stoffwechselvorgänge, welche sich auch auf die Psyche auswirken, notwendig.

Belüftung: Eine ausreichende Belüftung ist entscheidend, um Temperatur, Ammoniak- und Staubgehalt niedrig zu halten. Der Halter sollte die Luft im Stall selbst als angenehm empfinden, wobei Zugluft zu vermeiden ist. 

Temperaturkontrolle: Hohe Temperaturen sollten vermieden werden. Eine ideale Stalltemperatur von 18-20°C ohne Zugluft ist anzustreben, befiederte Freilandhühner kommen in Deutschland ohne zusätzliches Heizen zurecht. 

Ausreichendes Platzangebot: Eine ausreichende Fläche pro Tier ist notwendig, um Konkurrenz zu reduzieren. In Hobbyhaltung hat sich der grobe Richtwert von einem Huhn auf 10 qm in strukturiertem Gehege bewährt. Die Schaffung klar definierter Funktionsbereiche im Stall und Auslauf fördert Ruhe in der Herde. Dazu gehören eine Ruhezone (erhöhte Sitzstangen ohne Futter), ein Legebereich (Nester voneinander durch Sichtschutz abgetrennt) und ein Fressbereich (Zone mit Futter, Raufutter, Grit, Wasser). Besonders wichtig für das Komfortverhalten sind Staubbäder. Ausreichend Sichtschutz fördert zusätzlich die Entspannung zwischen den Herdenmitgliedern.

Gruppenzusammensetzung: Eine gute Strukturierung des Lebensraumes kann die Bildung einer harmonischen Einzelgruppe (bis max. 30 Hühner) oder von Untergruppen erleichtern und somit ständige Auseinandersetzungen mit fremden Hennen verhindern. Hähne regulieren aggressives Verhalten unter den Hennen. Das Mischen von Tieren unterschiedlicher Größen, Rassen, Farben oder Altersgruppen kann sich auf die Soziale Hierarchie auswirken. Hier kommt es vor allem dann zu Problemen, wenn sich einzelne Tiere optisch stark vom Rest der Gruppe abheben. In den meisten Fällen stellt sich bei artgerechter Hobbyhaltung jedoch trotz "bunter Mischung" ein harmonisches Gruppengefüge ein. In meiner eigenen Haltung leben Zwerghühner mit braunen Hybriden problemlos zusammen, die unterschiedliche Aktivität der verschiedenen Rassen muss allerdings berücksichtigt werden, sonst kommt es bei den energiegeladenen Hühnern zu Unterforderung und Frust.

Futtersuchmaterial: Die Bereitstellung von Futtersuchmaterialien gilt als die wirksamste Methode zur Linderung von Federpicken, da sie die umgeleitete Futtersuchmotivation adressiert. Folgende Methoden bieten sich an:

  • weitläufiges Verstreuen von Körnern, per Hand oder durch einen Futterautomat (Fischfutter- oder Wildfutterautomat) mehrmals täglich
  • Bereitstellen von Raufutter, bestenfalls Kräuter und Gras im Freilauf zum selber zupfen. Gritsteine für den Zermahlvorgang im Muskelmagen nicht vergessen!
  • Mehlfutter bei Stallhaltung oder in kleinen, reizarmen Gehegen. Die Zeitaufwändige Aufnahme von Futtermehl beschäftigt die Hühner.
  • Grünfutter zum Zerpicken im Gehege anbringen, Wurzelgemüse (insb. Karotten) im Ganzen zum Zerpicken geben.
  • befüllbare Futterbälle 

Staubbad zur Abwehr von Ektoparasiten und zum Ausleben natürlicher Verhaltensweisen. Manche Hühner baden mehrere Stunden am Tag. Am besten eignen sich Spielsand, feiner Bausand oder feinkrümeliger Waldboden, in den weitere Kleinteile wie Kiesel oder Heuhäcksel eingemischt sind.

Einstreu: Eine sorgfältige Einstreupflege trägt wesentlich zu einer guten Luftqualität und der allgemeinen Gesundheit der Tiere bei. Die Einstreu kann durch Mischen verschiedener Stoffe interessant gemacht werden, zB. mit Strohhäcksel und Laub.

Manipulierbare Objekte und Neuheit, z.B. Picksteine, belaubte Zweige, aufgeschichtete Einstreu-Haufen zum Zerwühlen, unzerreißbare Bündel aus bunten Schnüren (zB. Paracord) oder Kabelbindern, Futterbälle. Manche Hühnerhalter legen Komposthaufen im Hühnergehege an, die nach der Zersetzung zum Zerscharren durch die Hühner freigegeben werden.

Sitzstangen: Eine angemessene Anordnung und ausreichende Sitzmöglichkeiten sind wichtig. Ausreichender Abstand zum Boden und darunter liegenden Ebenen einhalten, um das Bepicken ruhender Hennen durch die aktiven Hennen zu vermeiden.

Optimierung der Fütterung und Nährstoffversorgung: Proteingehalt ca. 16-17 % für Legehennen, 14-15 % für Elterntiere und ein ausgewogenes Aminosäurenprofil. Ein Rohproteingehalt unter 13 % erhöht das Risiko für Pickverhalten. Ein Alleinfuttermittel, das den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen zur ausgewogenen Fütterung von Legehennen entspricht, findet man beispielsweise bei der Stadtmühle Waldenbuch. Ein Alleinfuttermittel beinhaltet alle Nährstoffe in notwendiger täglicher Menge, sodass bei Verdacht auf Nährstoffmangel immer auf ein qualitatives Alleinfuttermittel umgestellt werden sollte. Dabei sollte sichergestellt werden, dass die Tiere ausreichend von dieser Nahrung zu sich nehmen, im Bedarfsfall kann man ihnen die Nahrung mit untergemischter Bierhefe, verquirltem Ei, Magermilchpulver oder Quark schmackhafter machen.

Tryptophan-Supplementierung: Tryptophan ist eine essentielle Aminosäure, die das serotonerge System und den psychologischen Zustand beeinflusst. Eine Supplementierung kann insbesondere leichtes Federpicken sowie Stressreaktionen lindern. In Studien wurden Dosierungshöhen von 2g/kg bis zu 20g/kg durchgeführt, allerdings sollte man sich an die hohen Dosierungen langsam herantasten und auf Nebenwirkungen achten. Bestenfalls werden solche Dosierungen mit einem hühnerkundigen Tierarzt abgesprochen.

Parasitenkontrolle: Vogelmilben verursachen Unbehagen und Stress, was Federpicken fördern kann, daher sollte der Befall so gering wie möglich gehalten werden. Entwurmungsmittel sollten sparsam und nur bei Bedarf eingesetzt werden. Regelmäßige Kotkontrollen sind ratsam. Gegen die gängigen Wurmmittel bestehen bereits häufig Resistenzen. Staubbäder wirken Ektoparasiten entgegen.

Ausschluss von Schmerzen durch tierärztliche Untersuchung und ggf. versuchsweiser Schmerzmittelgabe zur Diagnostik.

Verletzungsmanagement: Verletzte oder blutende Tiere sollten sofort aus der Gruppe entfernt werden, um weiteres Picken und eine Eskalation zu Kannibalismus zu verhindern. Wunden müssen versorgt und abgedeckt werden. Je nach Lokalisation bieten sich getapte Verbände, ein Hühnersattel oder Pullover (z.B. aus Socken) an. Ist die Wunde gut abgedeckt, kann das Huhn zurück in die Gruppe, sollte aber gut beobachtet werden.

Identifizierung und Trennung der Verursacher: Wenn die pickenden Tiere identifizierbar sind, kann deren Separierung für 1-2 Wochen den Bestand oft beruhigen, wobei eine Wiedervergesellschaftung meist möglich ist. Das Separieren von Opfern hingegen kann dazu führen, dass ersatzweise andere Tiere bepickt werden.

Stress- und Angstreduktion: Ein bedächtiger und ruhiger Umgang mit den Tieren schafft einen stressfreien Bestand und verringert die Gefahr von Federpicken. Raubtiere in Sichtweite verstören die Schar, insbesondere wenn bereits Angriffe erfolgt sind und die Hühner keine ausreichenden Verstecke haben.

Glanz und Glitzern als Auslöser: In und über dem Gehege können CD`s und glitzernde Bänder (zB. Alufolie) zur Ablenkung angebracht werden. Glänzende neue Federkiele von mausernden Hühnern können durch Hühner-Pullis überdeckt werden. Silberne Auto-Radkappen sind für Hühner ebenfalls interessant und können an einer Wand aufgehangen und als Futterbaum verwendet werden.

Repellent-Sprays: Chemische Präparate, die auf die Federn gesprüht werden können (z.B. Röhnfried Fed-Pick), machen diese ungenießbar und schrecken weitere Pickversuche durch penetranten Geruch ab.

Hormonimplantate: eine etwas abstrakte, aber mögliche Alternative zur Reduzierung der körperlichen Belastung durch übermäßige Legeleistung sind Langzeitimplantate (Suprelorin 4,7mg), die das Eierlegen für einige Monate verhindern und belasteten Viel-Legern eine Erholungsphase gönnen. 

 

Ausnahmesituation Stallpflicht

In manchen Hühnergruppen entwickelt sich während einer vorübergehenden Stallpflicht das Federpicken. Solange sich die Stallpflicht auf wenige Wochen beschränkt, wird sich das Federpicken nach der Aufhebung wieder von alleine legen. Es ist ratsam, die verkleinerte Umgebung großzügig mit Beschäftigungsmöglichkeiten auszustatten, mehr Sichtschutz einzubauen, im Akutfall ein Anti-Pick-Spray zu verwenden und das Futter vorübergehend auf Legemehl umzustellen. Eine Abdunkelung kann Aggressionen reduzieren.

 

Adoptierte Legehennen aus kommerziellen Haltungen

Anstatt als Junghenne zum Zeitpunkt der ersten Mauser in den Schlachthof abgeschoben zu werden, finden über Hühnerrettungen einige Exemplare ihren Weg in den Hausgarten. Manche dieser Tiere sind Federpicker, ihr Gefieder ist oft deutlich besser erhalten als das der Opfer-Hennen. Sie sollten nach der Übernahme nicht auf engem Raum mit anderen Hühnern gehalten werden, da die Opfer-Hennen bei Pick-Attacken ansonsten nicht ausweichen können. Bei notwendigem Aufenthalt in einem Käfig/Kleingehege/Softbox sollten die Tiere einzeln sitzen dürfen, mit Sicht- und Hörweite zu anderen Hühnern. Die ersten Tage im neuen Zuhause stellen für die Tiere eine Stressbelastung dar, was zu Picken führen kann. Mit fortschreitender Eingewöhnung, viel Platz, neuen Umwelterfahrungen und ausreichend Ruhezeiten verschwindet das Picken üblicherweise zeitnah von selbst. Auch Opfer-Hennen, die es gewöhnt sind, bei Attacken zu erstarren, lernen innerhalb der ersten Tage, diese Situationen zu erkennen und auszuweichen. Das oft zerrupfte Gefieder der Kameradinnen stellt jedoch bis zur vollständig vollzogenen Mauser einen Trigger für Federpicker dar. 

 

Stereotype Federpicker

In sehr seltenen Fällen kann sich das stereotype Picken so manifestiert haben, dass ausübende Hühner trotz aller Maßnahmen weiterhin eine Gefahr für die Gruppe darstellen. In Zucht und Industrie werden solche Tiere getötet, mit "Beak Bits" oder "Hühnerbrillen" versehen, was einen erheblichen und lediglich symptombekämpfenden Eingriff ins Tierwohl darstellt. Da jedoch auch Hühner neuronale Plastizität vorweisen und dadurch lernfähig sind, kann Verhalten durchaus wieder gelöscht oder umgelenkt werden. Dies ist zeitaufwändig und die Therapie kann sich über mehrere Monate hinziehen. Die pickenden Hühner müssen isoliert werden. Aufgrund der langen Zeitspanne ist zumindest naher Sichtkontakt und Kommunikation zu anderen Hühnern, zB. durch einen engmaschigen Zaun, wichtig. Es sollte innerhalb des Isolationsgeheges eine umfangreiche Umweltanreicherung durchgeführt werden. Eine zusätzliche Supplementierung mit Tryptophan ist möglich. Ein gewissenhafter Gesundheitscheck durch einen vogelkundigen Tierarzt soll organische Probleme (dauerhafte Schmerzzustände, Beeinflussung des Botenstoffsystems durch Tumore an endokrinen Drüsen etc.) ausschließen. Im Gehege des isolierten Huhnes müssen sämtliche Federn, am besten mehrmals täglich, entfernt werden. Es werden Pick-Alternativen zur Verfügung gestellt, insbesondere Fressbare, auf die das Pickverhalten umgelenkt wird. Diese ausgewählten (und vom Huhn akzeptierten) Alternativen müssen während und nach der Therapie rund um die Uhr und in immer gleicher Form zugänglich sein. Möglicherweise kann man selbst einen hochinteressanten Futterspender, Papageienspielzeug, Futterball, Pickstein oder ähnliches herstellen, auf den das Pick- und Zupfverhalten des Huhnes dauerhaft umgelenkt werden kann. Da diese Form der Zwangsstörung eine Funktion erfüllt (Regulierung des Dopaminsystems, Stressbewältigung) muss diese Verhaltensweise mithilfe einer gesundheitlich unbedenklichen Alternative weiterhin für das Huhn durchführbar sein. Eine weitere Möglichkeit ist die Vermittlung des Huhnes in eine weitläufige, artgerechte Freilandhaltung, in der sich alle Hühner nach Bedarf jederzeit aus dem Weg gehen können und trotzdem eine engmaschige Beobachtung besteht. Zeigen jedoch alle Maßnahmen keinen Effekt und leidet das Tier unter seinen Zwangshandlungen und der damit verbundenen notwendigen Isolation, sollte die Euthanasie mit einem Tierarzt abgewogen werden.

Quellen

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Deine Hühner bepicken sich gegenseitig? Meine Tipps gegen Federpicken bei Hühnern im Garten - befluegelt.vet https://www.befluegelt.vet/federpicken

Gestresste Legehennen: TUM-Forscher klären genetische Grundlagen von Hühner-Verhaltensauffälligkeiten - idw - Informationsdienst Wissenschaft https://idw-online.de/de/news294771

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Lupu, Tăpăloagă, Mitrănescu, Rizac, Nicolae, Militaru (2025): Aggressive Mating Behavior in Roosters (Gallus gallus domesticus): A Narrative Review of Behavioral Patterns   https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12387983/#B22-life-15-01232

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